Dramatherapie
Wenn Worte allein nicht ausreichen
Dramatherapie ist in der Schweiz als Fachrichtung der Kunsttherapie anerkannt. Sie verbindet therapeutische Arbeit mit den Möglichkeiten von Bewegung, Spiel, Rollen, Geschichten und kreativem Ausdruck. Sie eröffnet einen geschützten Raum, in dem persönliche Themen nicht nur besprochen, sondern auch erlebt, betrachtet und auf neue Weise ausprobiert werden können.
Sie müssen nichts darstellen. Dramatherapie bedeutet nicht, Theater zu spielen.
Es gibt keine Bühne und keine Rolle, die Sie „richtig“ spielen müssen.
Wir nutzen vielmehr Elemente des Theaters, um Situationen und Erfahrungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Vielleicht arbeiten wir mit einer Szene
Vielleicht mit einer Figur
Vielleicht mit Bewegung
Vielleicht mit einer Geschichte
Vielleicht mit einem inneren Bild
Oder einfach mit einem Gespräch
Was zum jeweiligen Moment passt, entscheiden wir gemeinsam.
Was kann in einer Sitzung geschehen?
Eine Sitzung kann ganz unterschiedlich aussehen.
Zum Beispiel können wir:
• eine belastende Situation genauer betrachten
• eine Beziehung oder einen Konflikt sichtbar machen
• unterschiedliche Perspektiven ausprobieren
• mit Bewegung und Körperwahrnehmung arbeiten
• innere Bilder entwickeln
• mit Figuren oder Gegenständen arbeiten
• Rollen erkunden
• neue Handlungsmöglichkeiten ausprobieren
• Ressourcen und persönliche Stärken entdecken
Dabei geht es nicht darum, etwas perfekt zu machen.
Es geht darum, etwas zu erleben und dadurch vielleicht anders verstehen zu können.
Drei besondere Zugänge
Verkörperung
Unser Körper reagiert auf das, was wir erleben. Über Bewegung, Haltung, Atem und Wahrnehmung können wir lernen, körperliche Signale bewusster wahrzunehmen und neue Erfahrungen zuzulassen.
Projektion
Manchmal ist es leichter, zunächst etwas ausserhalb von sich selbst anzuschauen. Eine Figur, ein Gegenstand, eine Farbe oder eine Szene kann etwas sichtbar machen, das bisher schwer zu greifen war.
Rolle
Eine Rolle ermöglicht einen Perspektivwechsel. Wir können ausprobieren, wie es sich anfühlt anders zu reagieren, eine Grenze zu setzen, etwas auszusprechen oder eine neue Handlung zu wagen.
Zunächst im geschützten therapeutischen Raum.
Für wen?
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Die Art der therapeutischen Arbeit richtet sich immer nach Alter, Persönlichkeit, Anliegen und Möglichkeiten des Menschen. Bei Kindern und Jugendlichen können Spiel, Geschichten, Figuren und Bewegung eine besondere Rolle spielen. Bei Erwachsenen können beispielsweise Rollenarbeit, szenische Methoden, Körperwahrnehmung und kreative Medien neue Zugänge zu persönlichen Themen ermöglichen.
erleben - erkennen - handeln
erleben
Was geschieht gerade?
erkennen
Was wird sichtbar?
handeln
Was möchte ich verändern?
Diese drei Schritte begleiten meine Arbeit.
Ist Dramatherapie das Richtige für mich?
Das müssen Sie nicht vorab wissen.
Im Erstgespräch können wir anschauen, was Sie beschäftigt und ob Dramatherapie für Ihr Anliegen passend sein könnte.
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